Dienstag, 24. Januar 2012

Mutprobe

Ja, so hat sich das heute angefühlt!
Bestimmt 10mal habe ich mir diesen Beitrag angesehen, bevor ich selbst zur Tat schritt.  Man sieht die Hauptdarstellerin am Ende übrigens einen Scotch trinken...

Ich habe mir im letzten Jahr eine Jacke gestrickt, die sich als solche nicht tragen liess. Obwohl genau nach Anleitung und in passender Größe gestrickt wurde. Immer wieder zog das Zopfmuster im Rücken die Jacke zu Boden. Diese hier:



Da hatte eine Mitstrickerin eine gute Idee: Eigentlich besteht die Jacke nur aus einem Rechteck.
Also "einfach" die alten Ärmel öffnen und neue Armlöcher hinein.
Die Technik nennt sich Steek und ist uralt, die Norweger stricken wunderschöne Musterpullover in Runden und schneiden sie dann auf, damit es Jacken werden.
Bei mir sah das Ganze dann so aus:

Die neuen Armlöcher sind mit Maschenmarkierern und einem roten Hilfsfaden gekennzeichnet.



Hier wurde die markierte Reihe auf beiden Seiten umhäkelt.
Dabei eine Hälfte der zu schneidenden Masche und
eine Hälfte der daneben liegenden Masche zusammenhäkeln.

Hier eine Nahaufnahme. Man kann zum Umhäkeln
auch dünneres Garn nehmen, dann wird die Kante ebener.
Ich wollte diesen rusikalen Effekt für die Ärmel ganz bewusst.

Und hier nun die Mutprobe, wenn es nicht klappt,
dann habe ich wochenlang vergeblich gestrickt.
Die Stege zwischen den Häkelreihen werden aufgeschnitten.

So - das Ärmelloch ist drin.
Fürs Foto habe ich das Loch geweitet, damit man es besser sieht.
Morgen zeige ich Euch bei besserem Licht, wie nun die fertige Weste aussieht.

1 Kommentar:

  1. das schaut ja toll aus... Frau lernt eben nie aus.
    LG Herta

    AntwortenLöschen