Sonntag, 7. April 2013

Backnanger Wollfest 2013

Es fällt mir sehr schwer, meine Eindrücke in Worte zu fassen, so schön war's!
Vielleicht (hoffentlich) kennt Ihr solche Erlebnisse auch, wo einfach alles passt,
wo jede Begebenheit einfach nur glücklich macht und Ihr seid mitten drin.
So war es beim Wollfest!

Das war die Kurzfassung.
Wer mehr erfahren möchte liest einfach weiter.

Wollfest-Beute

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich dieses Bild wirklich einstelle. Aber die Tulpen vom Backnanger Markt sind einfach zu schön. ;-) Die Postkarte links vom Blumenstrauss wurde nachträglich von meinem lieben Göga dazugelegt: "Wer glaubt, Glück kann man nicht kaufen, war noch nie shoppen!".

Naja... nun mal schön der Reihe nach:
Backnang, ich komme!

Um langen Fahrten mit viel Gepäck aus dem Weg zu gehen hatte ich mich im Hotel Bitzer in Backnang einquartiert. Eine liebe Freundin war so nett mich mit meinen Taschen mittags dort abzusetzen. Der Empfang dort war sehr freundlich, mir wurde sogar die Tasche abgenommen und persönlich das Zimmer gezeigt. Ein freundliches, sauberes Einzelzimmer mit neu aussehender Dusche, in ruhiger Lage erwartete mich. Herrlich, das fängt ja gut an! Da die Eröffnung des Wollfestes kurz bevor stand fuhren wir flugs weiter zum Gelände der Waldorfschule Backnang. Die Spannung stieg, den Weg vom Parkplatz zum Festgelände wäre ich am liebsten gerannt - ging nicht - die Taschen...

Wir waren auf die Minute pünktlich, aber nicht die ersten Besucher und wurden freundlichst mit Armbändern und Losen versorgt. Meine Begleiterin hat auch gleich ein kunterbuntes Wollknäul gewonnen. Das geht ja gut los! Beim Bummel durch die ersten Räume schritt ich fast wie auf Wolken, überbordende Regale mit handgefärbter Wolle, Raritäten, Strickutensilien, Schmuck, Filz, Spinnfutter, Häkelkunstwerken...... und in der Mitte der Räume gab es Tische zum Ausruhen, die liebevoll dekoriert waren.



Schon nach kurzer Zeit herrschte dichter Andrang, aber noch machbar.
Wollbegeisterte sind nette Leute.

Hier ein Teil des Standes von Dibadu.
Man wusste gar nicht, wohin zuerst. Glücklicher Weise gab es beim Einlass einen Lageplan, der uns half nicht die Orientierung in diesem Wollparadies zu verlieren. Unsere nächste Station war die "Drechslerwerkstat Leichtlen". Wow, die Spinnräder sind echte Kunstwerke:

Die Leichtlens hatten aussderm wunderschöne Handspindeln, Spiele und Tuchnadeln dabei.

Wir kamen ins Gespräch und haben eine nette Partie eines neuen Kugelspiels ausprobiert. Klasse!
Im selben Raum wurde fleissig gesponnen und handgesponnene Kleidung sowie gefilzte Objekte angeboten.


Wieder im Hof angekommen, stand dort eine wunderbare Jurte - der Stand von der "Filzlaus" alias Beate Bossert (Oder schreibt man das umgekehrt?) Mich haben ihre Werke aus Wolle tief beeindruckt.
Eines Tages werde ich bei ihr mal einen Kurs belegen. Es gab so lebensecht gestaltete Gegenstände, das man erst auf den zweiten Blick sah, dass sie aus Wolle sind. Steine, Obst, Gemüse, Pralinen,...




Wir wollten nun zu den Handfärbern im großen Saal, es waren schon viel mehr Besucher da.
Es bildeten sich regelrechte Menschentrauben vor den Ständen.

Kein Wunder:

Drachenwolle


Ein echter Hingucker und alles ist aus Wolle gefertigt.
Spinning Martha

Manche Stände, wie hier links von Drachenwolle, waren vor lauter Menschen gar nicht mehr zu sehen.

Besonders schön dekoriert und duftend war der Stand von "Feinste Seifen", ganz herrliche Cremes, Badezusätze, Öle, Seifen, Schalen und vieles mehr konnte man hier erwerben.

Gerade duften meine Händen nach Rosen, während ich das hier schreibe.
Leider gibt es keinen Duft-Blog.

Nach einer Weile wurde es anstrengend, so viele schöne Dinge, so viele Menschen.
Wir brauchten eine Pause. Auch hier liessen es die Organisatoren an nichts fehlen.

Flammkuchen, schwäbische Menüs, Kuchen, Getränke...und alles zu humanen Preisen.

Hier das Schwabenmenü mit Maultaschen, Kartoffelsalat und Bratensosse. Lecker!

In der Mensa der Schule konnte man Ausruhen, Geniessen, seine neuen Schätze vorführen und natürlich auch stricken. Ich habe mich sehr gefreut, wieder Anschluss an die Stuttgarter Strickgruppe zu finden,
die ich aus beruflichen Gründen so lange nicht besuchen konnte.


Ein ganz besonderer Gast war auch dabei, wollte aber Inkognito bleiben.



Es war so schön, Dich wieder zu sehen!
Gut gestärkt konnten wir uns zu unserem ersten Kurs aufmachen.
Auf dem Weg dorthin sahen wir ein paar wirklich schöne Schafe.
An die Erzeuger all' der Schönheit hier auf dem Fest wurde also auch gedacht:
Alpines Steinschaf
Walliser Schwarznase

Süsse Lämmer waren auch dabei.


Dank der Übersichtskarte war es sehr leicht die Kursräume zu finden.
Und dann begann einer der schönsten Kurse, den ich je besucht habe.
Wir haben die Grundlagen erlernt um mit Pflanzen und Naturmatrialien zu färben.

Aber davon erzähle ich Euch beim nächsten Mal.



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