Sonntag, 8. September 2013

Die Harfe ist da...

...seit 2 Wochen schon, aber erst jetzt finde ich Zeit darüber zu berichten.

Ich liebe Selbstgemachtes, so auch handgemachte Musik, ohne jeden elektrischen (elektronischen) Schnickschnack. Besonders die Musik der großen Konzertharfen finde ich wahnsinnig toll. Die kleinen keltischen Harfen erinnerten mich an mein Leben in Irland...

Das ist jetzt mehr als 10 Jahre her: In der Kinder-und Jugendmusikschule Schwerin fand ich als Erwachsene einen Platz für mich, übte fleissig täglich an deren großer Konzertharfe. Ein Traum und ein Wunder, weil die Lehrerin mir neben strengen Technikübungen (meine kleinen Finger schmerzen, wenn ich an sie denke) auch Raum für Kreativität liess. Sprich, ich durfte "klimpern" was das Zeug hielt. Es war von vornherein klar, das ich nie irgeneinen klassischen Konzertlevel erreichen werde, das war nicht mein Ziel. Ich liebe einfach die Musik, die diese großartigen Instrumente hervorbringen.
Höhepunkt sollte ein Konzert sein, an dem ich mitspielen durfte. Leider war es total nass an dem Tag, wir traten in einer Scheune auf... alle Harfen waren verstimmt und mussten beinahe ständig nachgestimmt werden. Das Konzert war ein Reinfall, monatelang geübt, für etwas das Katzenjammer glich... dabei hatte ich fehlerfrei gespielt. Naja
Das scheint mir im Rückblick der Anfang vom Ende meiner musikalischen "Karriere". Später verlor ich meine Arbeit und konnte mir die Musikstunden nicht mehr leisten, eine Weile behielt ich noch die Leiharfe, aber ohne Unterricht waren die zusätzlichen Kosten auch nicht zu rechtfertigen. Ich bin eine Niete im Selbststudium. Als Ersatz hat mir mein lieber Mann eine Gitarre geschenkt, die ich ehrlicher Weise nur halbherzig mal hier oder da in die Hand nehme, es erinnert mich irgendwie immer an den Verlust. Wenn man mal eine Harfe in den Armen hielt...es ist wie die Töne zu umarmen, ein tolles Gefühl!

Und nun ist wieder eine Harfe da, aber eine ganz andere... Kreativität ist bekanntlich ein weites Feld. Schon lange lest Ihr netter Weise mein Geschreibsel über's Stricken, Spinnen, Färben, Häkeln, Nähen, Kochen...etc.
Nun kommt noch ein weiteres Thema hinzu: Weben.
Über den Webkurs in Hohebuch hatte ich ja ausführlich berichtet. Es war so toll, das ich mich entschloss einen neuen großen Webrahmen anzuschaffen. Der Kurs war eine prima Möglichkeit sich die verschiedensten Webrahmen anzusehen. Fast auf Anhieb gefiel mir die Kromski Harfe am Besten. Vor etwa 2 Jahren hatte ich schonmal einen Webrahmen, einen Ashford Rigid Heddle Loom, den ich unkluger Weise weggab. Damals begann ich gerade intensiv mit Spinnen, da war es dann doch etwas zuviel beides gemeinsam zu starten. Und hier ist sie nun:


Hurra das Paket ist da - Ikea lässt grüssen - fertig aufgebaut - die erste Kette aufgezogen.

Nachdem ich die Harfe nach Ikea-Art zusammengebaut hatte (mehr als eine Zeichnung gibt es nicht), fand ich ein paar tolle Videos bei Youtube. Angefangen vom Aufbau bis hin zum Weben selbst gibt es eine Filmreihe von Tim Horchler, alles in englischer Sprache. Hier ist der Film über den Aufbau: KLICK
Besonders hilfreich fand ich die Beschreibung, wie man mit der Nylonschnur die beiden "Stäbe" befestigt, die später die Kette halten. Der Trick mit der Kerze funktioniert und hält.
Wie es weiter ging folgt in Teil 2.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen