Sonntag, 9. Februar 2014

Virusgefahr?

Gerade läuft bei mir das Hörbuch von "Yarn harlot" Stepahnie Pearl McPhee "At knits end". Sie schildert auf sehr vergnügliche Weise wann man weiß, dass es nun zuviel wird mit der Strickerei. Ihre Ausführungen passen aber auch auf jedes andere Hobby, das den Einsatz von Materialien erfordert. Oft fühle ich mich bei ihren Beispielen ertappt, sie muss mich gut kennen.... Aber den ultimativen Beweis, dass ich wirklich den Woll-Virus (lt. Kapt. Blaubär auch Wollwahn) habe, liefert diese Tasche hier:


Ich habe nämlich zur Nähmaschine gegriffen, um mein Kardierbrett zukünftig vor Staub oder Druck (unterwegs) zu schützen. Das ist insofern besonders - Netti näht nicht gern - auch wenn "Nettisnadelkunst" etwas anderes vermuten lässt. 
Der Begriff entstand als ich das Sticken für mich entdeckte. Dank meiner an der Nähmaschine sehr begabten Mutter kann ich eine solche bedienen. Mache das aber nur wenn es unbedingt sein muss. Es musste sein - so ein schönes Werkzeug kann man doch nicht so einfach mit in den Spinnrad-Rucksack stopfen! Ja, gut - eine größere Tüte würde es natürlich auch tun....aber die ist nicht gepolstert. 

 Also auf ins Geschäft und schönen Stoff, Wattierung, passende Knöpfe und Bänder ausgesucht. Am folgenden Sonntag wurden dann Maschine & Bügelbrett aufgebaut und los ging's. Als Schnittvorlage diente mir ein Stück Pappe, das zur Sicherung des Kardierbrettes mit in der Transportverpackung lag. Ziemlich schnell waren der Stoff und die Einlage zugeschnitten.


Als die recht einfache, fast quadratische Hülle fertig war, fiel mir auf das es ein paar Zubehörteile gibt, die man auch mit einpacken sollte. Ich hatte viele Ideen, konnte sie aber mangels schnitttechnischer Kenntnisse nicht umsetzen. Da habe ich einfach noch weitere einfache rechteckige Beutel gefertigt, die sich per Druckknopf an der großen Tasche befestigen lassen.


Sehr genial sind diese Druckknöpfe, die es in jeder erdenklichen Farbe gibt und sich sehr einfach mit einer speziellen Zange befestigen lassen. Sogar im wattierten, doppelten Stoff halten sie prima.


Nachdem ich lange herum experimentiert hatte, es sollte noch eine Halterung für die 2 Abnehmhölzer geben, gab ich auf und verpasste der Tasche noch eine Art Köpfchen. Denn einige vergebliche Näh- und Trennversuche hatten ihre Spuren hinterlassen. 


Letzten Endes fand sich für alle Utensilien genügend Platz.

Falls jemand von Euch weiß, wie man nachträglich 2 formschöne, befestigte Löcher (D 20) in ein Stück Stoff bekommt: Würde ich mich über eine Nachricht sehr freuen.


Das ist alles was übrig blieb:


Das Nähen hat mehr Spaß gemacht als ich zuerst annahm. Aber eine weitere Virusgefahr besteht nicht.
Öhm...eine neue Nadeltasche wäre auch schön. Naja...

LG Eure Netti

Kommentare:

  1. Toll! Sieht professionell aus!
    Für die Löcher würde ich zum Schuster oder in eine Autosattlerei gehen. Oder du wartest bis Backnang und ich bring meine Ösensammlung mit ;)
    Grüßle
    Tanja

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    1. Dankeschön! Ich freue mich schon so sehr auf Backnang, bestimmt sehen wir uns. LG Netti

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