Sonntag, 9. März 2014

Weben in allen Variationen

So lautete die Ankündigung im neuen Prospekt der HVHS Hohebuch; und genau das war es auch:



In der Faschingswoche hatte ich das lange ersehnte Glück endlich Urlaub zu haben und dann auch noch eine Woche-Kreativ-Urlaub! Luxus pur! Es klang zu schön um wahr zu sein...Kaum dem Dauerstress entwichen, meldete sich meine alte Bekannte, die Migräne, wieder zurück und entwickelte ungeahnte Kräfte und Ausdauer. Ich machte mich dennoch auf die Reise, um in Hohebuch Entspannung und Ruhe in der kreativen Arbeit zu suchen.  
Endlich, es kann losgehen!
Die Begrüßung war wie schon im Sommer sehr herzlich und freundlich. Man tritt zur Tür ein und fühlt sich gleich wie zu Hause. Eine Teilnehmerin sagte später einmal, dass sie beinahe im Schlafanzug nach unten gekommen wäre...wäre mir fast auch passiert...

Die nette & leckere Begrüßung im Zimmer.
Wollkoffer...jam




Den ersten gemeinsamen Nachmittag liessen wir ganz gelassen angehen, schliesslich lag noch eine ganze Woche Weben vor uns.

Aber langweilig war es nicht, es gab jede Menge zu tun. Wollkoffer, Webgeräte, Material, Stoffe und Farben zu bestaunen. Juli hatte wieder ihren "Bauchladen" dabei...









In den folgenden Tagen wurde natürlich gewebt, gewebt und nochmal gewebt. 


Täglich gab es frischen, selbstgebackenen Kuchen


Aber es war auch Zeit für Gespräche, Lachen, Nachdenken, Singen, Spinnen, Stricken ... vor allem aber auch Essen.

Du meine Güte, ich hatte das Gefühl ständig zu essen. Und das schönste daran - mit der Vor-; Zu- und Nachbereitung hatte ich nichts zu tun. Luxus pur!


In der Vielfalt der Teilnehmerinnen von der Anfängerin bis hin zur Künstlerin, liegt meiner Meinung nach die Stärke dieses Kurses. Farb- und Materialzusammenstellungen, die ich nie gewählt hätte, ergaben wunderschöne Ergebnisse. Fortgeschrittene halfen Anfängern, eigentlich half jeder jedem - irgendwie.

Juli & Christine beim Bäumen...und beim Lachen.
Vor dem Aufbäumen habe ich nun weniger Respekt, mit den Worten von Kursleiterin Tille: "...einfach mal machen..." Auch ein Webstuhl, ein sehr komplexes Arbeitsgerät scheint beherrschbar. Es war eine Freude, Ursel beim Weben zuzusehen. Es sah aus, als spiele sie ein Instrument. Bilderweben fand ich bisher ein Hobby für Omas. Bis ich die Kunstwerke sah, besonders das von Monika. Danke - das hätte ich mich nie getraut!) ... nun ist mein Eigenes in Planung. Aber das ist schon eine weitere Geschichte. 

Hier nimmt meine Gardine ihren Anfang.
Inspirationen konnte man zu Hauf mitnehmen, nicht nur in Bezug auf's Weben. Täglich gab es eine Morgenrunde zum Thema Spiegel. Tille hat wunderbare Impulse gegeben sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Für mich bisher nur ein Gebrauchsgegenstand, aber das das nicht alles war könnt Ihr Euch sicher denken. 

Die bisher längste Kette, die ich je gesehen habe. Es waren ca. 7m.
Im Laufe der Woche habe ich nun endlich die kompletten Vorhänge für's Wohnzimmer fertig gewebt. Genau zum Ende, Schlag 11 Uhr am Mittwoch, wurde ich fertig, obwohl ich zwischendurch viele Pausen machte. Immerhin 5m Stoff, gewebt mit einem hauchdünnen 20/2er Faden. Mehr darüber beim nächsten Mal.

Erika's sehr nützlicher "Werkzeugkoffer".

Der Hauptraum, morgens um 6 Uhr.


Hier entstehen Kunstwerke.


So eins hätte ich auch gerne.
Edel - hier entsteht ein Schulterwärmer.
Eine superordentliche Arbeit

Weben mit dem Zauberball.
Es wurde auch wieder im Gang gewebt.
Gerade ist es etwas leerer im Raum, es wurde ein Ausflug zu Schoppel-Wolle angeboten.
Wir waren insgesamt etwa 30 Frauen, für mich eindeutig zu viele Leute um zur Ruhe zu kommen oder zu entspannen. Ich bin sehr dankbar, das man in dieser Gruppe sein konnte wie man ist. Das war im Nachhinein betrachtet die schönste Erfahrung. Im nächsten Jahr werde ich anders planen und nicht gleich aus dem Arbeitsumfeld heraus in die Ferien fahren. Ich habe mich bereits wieder angemeldet, um mir einen der begehrten Plätze zu sichern. Denn lernen kann man in Hohebuch sehr viel, nicht "nur" Weben.

Unsere Abschlussrunde, alle konnten ihre Werke zeigen und Eindrücke der vergangenen Woche schildern.

Das war sie, die wunderbare Truppe - einige fehlen leider schon, sie mussten Züge erreichen etc.

 Wer sich hier wiedererkennt und nicht dargestellt werden möchte: Bitte kurze Nachricht an mich, ich lösche das Foto sofort.


1 Kommentar:

  1. Das sieht und liest sich ja super gut an. Schade, dass es bei uns in der Nähe nicht so eine tolle Möglichkeit gibt.
    LG Ursula

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