Dienstag, 14. November 2017

Featherweight


Bin so froh das ich diesen Beitrag endlich beginnen kann! 6 Jahre und 4 Monate... schreibt Ravelry. Natürlich habe ich nicht diese Zeit benötigt um das wunderschöne Teil zu stricken, aber es war dennoch ein extrem langes Projekt. Ich trage 3XL und stricke mit Lacegarn, Nadelstärke 3mm...alles klar?!

Das wunderschöne Garn dazu habe ich 2010 auf dem Januarius Markt in Murrhardt am Stand von SpinningMartha erstanden. Es ist das Merino Lace Garn in der Farbe Mairegen. Ich fürchte es ist nur noch selten zu bekommen, vielleicht mal in einem Destash (Auflösung eines Wolllagers bei Ravelry). 

Die Anleitung habe ich wieder einmal bei Ravelry heruntergeladen: Featherweight von Hanna Fettig, eine Kaufanleitung, aber es gibt sie auch in Deutsch. Es gibt mittlerweile mehr als 9.000 fertige Projekte ...und das sind nur die, die Strickerinnen ins Netz gestellt haben. Die Anleitung ist offensichtlich sehr beliebt, denn sie bietet eine gute klassische Rezeptur für eine Jacke von oben, nahtlos gestrickt. Sie ist so geschrieben das sie viel Raum für eigene Ideen läßt: z.B. eine eigene Blende entwerfen, Muster einstricken, Reste verwerten. Diese Jacke würde sich super für ein derzeit populäres Fade Projekt eignen...wie man sieht passen auch bunt gemusterte Garne perfekt.


Habe die Anleitung etwas angepasst und im Rücken verkürzte Reihen eingesetzt, dadurch entstanden abgerundete Kanten und ein etwas tieferer Rücken (im Vergleich zu den Vorderteilen). Da das Garn sehr dünn ist, sind die Rundungen sehr sanft geworden, schön.

Den bunten Farben im Mairegen-Garn wollte ich doch noch etwas Ruhe geben, besonders dort wo die Vorderteilkanten aufeinander treffen. Habe deshalb das ringelnde Farbmuster mit einem vertikalen Muster unterbrochen. Sprich: Die Blende wurde in Kraus-Rechts in handgefärbtem Lacegarn in Petrol gestrickt und mit einem Kordelabschluss abgekettet (I-Cord Bind Off). Das ergab schöne Rundungen.

Ein Zufallsprodukt der Abnahmen ist das Pooling (größere Farbansammlungen), das rundherum an der selben Stelle sitzt, sowohl an den Ärmeln, als auch am Rücken. Sieht aus wie gewollt. An den Ärmeln sitzt es genau im Ellenbogen, ganz ähnlich den Flicken die an manchen Pullovern im britischen Stil angebracht sind. Klasse!

Leider ist es draußen gerade sehr dunkel, so das die Farben auf den Bildern nicht genau richtig erscheinen. Denn ein Fotostudio mit Beleuchtungsanlage habe ich nicht. Alle gelb anmutenden Flächen sind Frühlingsgrün, die rötlichen Beerentöne in Natura eher satt Violett bis Pink. Das Türkis und das Petrol sind eigentlich dunkler. Aber insgesamt stimmt der Eindruck, deshalb habe ich es so gelassen.

Die Jacke sitzt perfekt, ein Effekt der Topdown Technik, man kann ja ständig das Teil anprobieren und ggf. Änderungen vornehmen. Habe den Anschlag in einer anderen Größe gearbeitet als die Arme und als den Körper.
Anprobe jederzeit möglich.

Es lohnt sich also auch ganz alte Strickprojekte fertig zu nadeln. Ravelry hilft dabei.

Alles Liebe,
Eure Netti


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